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27. Aug. 2026
Die NFL schafft den Pro Bowl ab – aber nicht die All-Star-Marke
Die NFL beendet ihr traditionelles Pro-Bowl-Spiel nach der Saison 2026 und räumt seine sportlichen Defizite ein, während sie die Ehrung der Spieler durch eine neu gestaltete Feier und ein auf Geschicklichkeit ausgerichtetes Format beibehält.
Die NFL beendet eine ihrer traditionsreichsten Nachsaisonveranstaltungen und räumt ein, dass das Pro-Bowl-Spiel seinen Platz im Kalender nicht mehr rechtfertigt. Die Liga gibt das All-Star-Konzept jedoch nicht auf – sie versucht, die Anerkennung von einer Ausstellungspartie zu trennen, die stetig an Glaubwürdigkeit verloren hat.
Die Entscheidung beendet ein Spiel, das – abgesehen von der durch die Pandemie beeinträchtigten Saison 2021 – seit 1951 fast jedes Jahr in irgendeiner Form ausgetragen wurde. Eine Darstellung bezeichnet den Schritt als einen ungewöhnlich offenen Rückzug von einem sportlich gescheiterten Produkt. Peter O’Reilly, Executive Vice President der NFL, sagte: „Es ist in Ordnung, die erste Liga zu sein, die sich von einem sportlich ausgetragenen All-Star-Spiel zurückzieht.“1 Diese Einordnung unterstreicht die Bereitschaft der Liga, eine vertraute Veranstaltung aufzugeben, statt weiterhin einen Wettbewerb auszutragen, den Spieler und Fans zunehmend als bedeutungslos behandelt haben.
Der weiter gefasste Plan der Liga ist jedoch weniger ein Verschwinden als vielmehr eine Neuausrichtung der Marke. Einer anderen Darstellung zufolge werden weiterhin 88 Spieler zu Pro Bowlers ernannt und in Los Angeles geehrt, begleitet von mehreren Flag-Football-Veranstaltungen.2 Die NFL erklärt, dass die Auswahl weiterhin auf einer gleich gewichteten Abstimmung unter Spielern, Trainern und Fans beruhen wird, während Ersatznominierungen für verletzte Spieler oder Teilnehmer am Super Bowl abgeschafft werden.
Dieser Ansatz spiegelt einen entscheidenden Unterschied in der Schwerpunktsetzung wider. Die erste Perspektive hebt das Ende des Spiels selbst hervor; die zweite betont die Bewahrung – und mögliche Aufwertung – der Bezeichnung Pro Bowl. O’Reilly beschrieb die Auswahl als eine Rückkehr zu ihrem „ursprünglichen Zweck“, nämlich „die Besten der Besten“ zu ehren.2
Beide Interpretationen verweisen auf dasselbe zugrunde liegende Problem: Die Popularität der Veranstaltung ist nach Jahren wechselnder Austragungsorte und der Umstellung von Tackle Football auf Flag Football im Jahr 2023 zurückgegangen. Der Kompromiss der NFL ist daher eindeutig: den Wettbewerb beenden, das Prestige bewahren und hoffen, dass eine Feier die Marke weiter tragen kann als das Spiel.