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22. Sept. 2026
Missouris neue Wahlkreiskarte siegt vor dem Berufungsgericht – doch der Wahlstreit ist noch lange nicht vorbei
Ein Bundesberufungsgericht hat Missouris von Republikanern entworfene Wahlkreiskarte bestätigt und argumentiert, dass der Bundesstaat zwischen Wahlen die Wahlkreise nicht wechseln darf. Das Urteil ist jedoch ausgesetzt, während der Oberste Gerichtshof prüft, ob die Karte im November verwendet werden kann.
Missouris Wahlkreiskarte steht erneut im Mittelpunkt eines rechtlichen und politischen Konflikts: Ein Bundesberufungsgericht hat den Bundesstaat angewiesen, im November die neuen, von Republikanern entworfenen Wahlkreise zu verwenden, während eine bestehende Anordnung des Obersten Gerichtshofs und die Wahlvorbereitungen auf die alte Karte hindeuten.
Das Berufungsgericht des 8. US-Bezirks erklärte, eine Rückkehr zu den früheren Wahlkreisen, nachdem Missouri die neue Karte bei seiner Vorwahl im August verwendet hatte, würde gegen die Verfassung verstoßen. Die Position der Richter ist eindeutig: Die Wahlregeln sollten sich zwischen Vorwahl und Hauptwahl nicht ändern. Ihre Anordnung würde die von Donald Trump und den Republikanern in Missouri unterstützte Karte beibehalten, ihre Wirkung wird jedoch für eine Woche ausgesetzt, um eine Berufung zu ermöglichen. 1
Durch diese Verzögerung bleibt das praktische Ergebnis offen. Der Oberste Gerichtshof hat bereits zweimal gegen die von Trump unterstützte Karte entschieden und die Durchsetzung einer früheren Entscheidung zugunsten der Karte blockiert, während eine mögliche Berufung weiterverfolgt wird. Missouri bereitet die Novemberwahl derzeit unter den Wahlkreisen vor, die 2022 und 2024 verwendet wurden, und Briefwahlunterlagen wurden auf Grundlage dieser Grenzen bereits an Wähler im Ausland und Angehörige des Militärs verschickt. 1
Die konkurrierenden Darstellungen sind nun eindeutig. Die Befürworter der neuen Karte stellen den Streit als verfassungsrechtliches Erfordernis der Einheitlichkeit dar: Nachdem Missouri die Wahlkreise bei der Vorwahl verwendet habe, solle der Bundesstaat sie nicht vor der Novemberwahl verwerfen. Die konservative Darstellung beschreibt das Berufungsurteil als Auftakt zu einem neuen Streit vor dem Obersten Gerichtshof über die Karte. 3 Kritiker betonen dagegen das frühere Eingreifen des Gerichts und die administrativen Schwierigkeiten, die eine weitere Änderung in letzter Minute verursachen könnte.
Vorerst hat das Berufungsgericht einen rechtlichen Sieg errungen, aber keinen geklärten Rahmen für die Wahl geschaffen. Der Oberste Gerichtshof – und der näher rückende Zeitplan für die Verteilung der Stimmzettel – werden entscheiden, ob das Urteil umgesetzt wird oder eine weitere Wendung in Missouris langjährigem Streit um die Neueinteilung der Wahlkreise bleibt.