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9. Okt. 2026
Atlanta Dream fehlt noch ein Sieg, während Liberty-Comeback nicht ausreicht
Atlanta überstand eine späte Aufholjagd von New York und gewann mit 101:98 nach Verlängerung, womit das Team im Halbfinale mit 2:0 in Führung liegt. Die Tiefe des Dream-Kaders und die starke Leistung in entscheidenden Momenten machten das Fehlen von All-Star Allisha Gray wett, während die Liberty zu Hause vor dem Aus stehen.
Atlanta hat aus einem dezimierten Kader und zwei spannungsgeladenen Spielenden eine dominante Ausgangsposition gemacht: Dem Dream fehlt nur noch ein Sieg zum ersten Einzug in die WNBA-Finals seit 2013, während die Titelverteidigerinnen New York Liberty drei Spiele in Folge gewinnen müssen, um im Rennen zu bleiben.
Der zentrale Unterschied zwischen den Teams war die Ausführung unter Druck. Atlanta führte in der Schlussphase der regulären Spielzeit, gab die Partie aber beinahe aus der Hand, nachdem Sabrina Ionescus tiefer Dreipunktewurf und ein Verstoß gegen die Shotclock durch Atlanta New York die Tür geöffnet hatten. Breanna Stewart verwandelte anschließend unter Bedrängnis zum 86:85. Diese Sequenz spiegelte die Widerstandsfähigkeit der Liberty wider, aber auch die Anfälligkeit Atlantas.1
Die Perspektive der Liberty hebt die verpasste Gelegenheit hervor. Stewart beendete die Partie mit 35 Punkten, davon 25 vor der Halbzeit, während Marine Fauthoux’ Dreipunktewurf 10,3 Sekunden vor Schluss nach Atlantas verpasstem Abschluss der regulären Spielzeit die Verlängerung erzwang. Doch New York konnte diesen Schwung nicht in die zusätzliche Spielzeit mitnehmen. Ionescus zu weit geworfener Pass in der Schlussphase der Verlängerung gab Atlanta eine weitere Chance, und Angel Reese verwandelte 4,3 Sekunden vor Schluss beide Freiwürfe.2
Atlantes Darstellung rückt dagegen die Kadertiefe und die defensivstarken Leistungsträgerinnen in den Mittelpunkt. Reese erzielte 23 Punkte und steuerte sechs der 13 Punkte des Dream in der Verlängerung bei, während Jordin Canada 23 Punkte und acht Assists beisteuerte. Naz Hillmons Korbleger zur Führung 20,8 Sekunden vor Schluss sorgte für den entscheidenden Vorsprung. Der Dream überwand zudem das Fehlen von Allisha Gray, der besten Punktesammlerin des Teams, die wegen einer Handverletzung nicht spielte und weiterhin täglich neu beurteilt wird.1
Beide Perspektiven verweisen auf denselben Knackpunkt: New York erzielte genug Punkte, um im Spiel zu bleiben, doch Atlanta machte die entscheidenden Spielzüge. Spiel 3 findet am Freitag im Barclays Center statt, wo die Liberty ihre späten Aufholjagden endlich in einen Sieg ummünzen müssen.